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Speyer lohnt auch ohne Dom

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An dem Dom kommt man nicht vorbei, aber Speyer hat mehr zu bieten. Am besten die Stufen hinauf im Altpörtel, eines der höchsten Stadttore Deutschland und den Blick über die Stadt genießen.

Altpörtel – Wahrzeichen von Speyer

Die schmalen Holzfiguren von Robert Koenig lassen sich dabei nicht übersehen, sie gehören zur der diesjährigen Ausstellung (-6. August). Die 45 Figuren von “Odyssey” erinnern an seine polnische Mutter, die hier in Speyer in den Pfälzischen Flugwerken arbeiten musste. 18 Monate Zwangsarbeit, dann kam die Befreiung durch die Amerikaner. Später ist sie nach England ausgewandert, der Künstler wurde 1951 in Manchester geboren.

Odyssey Robert Koenig an der Maximilianstaße

Mittlerweile war “Odyssey” an mehr als 20 Orten zu sehen, Speyer gehört zur wichtigsten Station. www.speyer.de/odyssey.de     

Mit Fotografien wird die ehemalige jüdische Siedlung nachgestellt.

Im Mittelalter gehörte Speyer zu den bedeutendsten jüdischen Gemeinden, bis zum 13. Jahrhundert kamen Gelehrte an den Rhein, um bei den “Weisen von Speyer” zu lernen. Um 1500 endete die friedliche Gemeinschaft, es kam zu zahlreichen Progromen, schon 1520 nutzte die Stadt die jüdischen Gebäude als Zeughaus, die Synagoge wurde zerstört. Mittlere Pfaffengasse 20-21, tgl.10-17 Uhr (April- Okt.)

Das Ritualbad, gespeist aus dem Grundwasser. Es ist die älteste Anlage nördlich der Alpen.

Eher versteckt in der Kleinen Greifengasse, liegt das Geburtshaus von Hans Purrmann. Sein Vater hatte ein Malergeschäft, aber schon früh durfte sich der Sohn der Malerei widmen. Er studierte in München bei Stuck, ging 1905 nach Paris und lernte Henri Matisse kennen.

Eingang zum Geburtshaus von Hans Purrmann

Er war verheiratet mit Mathilde Vollmoeller, die aus einer wohlhabenden Textilfamilie stammte und das gemeinsame Künstlerleben sorgloser gestaltete. Die beiden hatten sich im Atelier Matisse kennengelernt. allerdings hat die hochbegabte Mathilde ihre Malerei zugunsten der Kinder aufgegeben. Im Purrmann-Haus Speyer ist ihr eigener Raum gewidmet, obwohl sie nie dort gelebt hatte.

Bilder von Hans Purrmann

Das Haus ist Di -Fr 15-17 Uhr geöffnet.

Im Jahr 1829 wird der Maler Anselm Feuerbach in eine hochintellektuelle Familie geboren, zu denen Wissenschaftler und Philosophen gehörten. Schon 1880 verstorben, gilt er heute als ein bedeutender Vertreter der deutschen Malerei im 19. Jahrhundert.

Geburtshaus von Anselm Feuerbach mit Bildern seiner Muse Nanna, ganz rechts.

Nach den Bildern lockt der Rosengarten oder die Weinstube mit Pfälzer Weinen und Gerichten. www.feuerbachhaus.de  

Im Biergarten des Domhof

Ganz in der Nähe des Doms liegt die Hausbrauerei Domhof und in dieser Umgebung soll auch der Reichstag 1529 getagt haben. Heute geht man in den Biergarten oder in die Wirtsstube und lässt sich ein frisch gebrautes Bier einschenken. www.domhof.de 

An der Rheinallee- das Restaurant Rentschlers

Zum Ausklang noch einen Abstecher zum Rhein, den Schiffen zuschauen und den Abend genießen. www.rentschlers-speyer.de 

Edvard Munch
Der Tod ist pechschwarz, aber die Farben sind hell. Als Maler muss man mit Lichtstrahlen arbeiten.
Edvard Munch
Der Tod ist pechschwarz, aber die Farben sind hell. Als Maler muss man mit Lichtstrahlen arbeiten.
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