Konsequent verfolgt das Münchner Haus der Kunst seine eigenen Wege. Unter der Ägide von Andrea Lissoni locken Ausstellungen mit weiblichen Künstlern, die Bild, Sound und Performance im Bereich von Kunst massgeblich geprägt haben oder gar als Pionierin in Erscheinung getreten sind. Da fügt sich die aktuelle Ausstellung „Steina. Playback“ perfekt in die Nachfolge von Joan Jonas, Fujiko Nakaya, Katalin Ladik, Rebecca Horn oder Meredith Monk.
1940 in Revkjavik geboren, studiert Steina Violine und Musiktheorie in ihrer Heimatstadt. 1959 macht sie den Abschluß am Konservatorium von Prag und lernt dort Woody Vasulka kennen, 1964 wird geheiratet. Umzug nach New York
Die langjährige intensive Zusammenarbeit der beiden lässt die elektronische Bildbearbeitung als eigenständige Kunstform entstehen. Von Beginn an steht das elektronische Signal im Vordergrund aller Überlegungen. Doch während Woody in dem Signal eine autonome Kraft mit innere Logik und Intensität sieht, ist Steina mehr an der Bewegung, räumlicher Begegnung und Beziehung zwischen Körper, Bild und Umgebung interessiert.