Sterling Ruby – Entdeckung im Schaufenster der Sammlung Goetz

Ein genialer Ort für Kunst!  Das „Schaufenster“ der Sammlung Goetz zeigt ausgesuchte Arbeiten in Topqualität und lockt geradezu einen Zwischenstopp. Ein ehemaliges Ladengeschäft, zentral gelegen im Dunstkreis vom Lehnbachplatz, eingerahmt vom Amtsgericht und etliche  Cafés wie die Münchner Institution Kreutzkamm.  Tür auf und man steht vor den Bildern und Skulpturen.

eine Idylle in der Münchner Innenstadt und mittendrin liegt das Schaufenster der Sammlung.

Ein Kunsttreffpunkt, der schon die dritte Ausstellung präsentiert und diesmal sind es Arbeiten des Amerikaners Sterling Ruby. Ein Allroundkünster, der mit Öl, mit Stoffen, mit Keramik, mit Metall arbeitet. In Deutschland eher unbekannt, aber schon seit 20 Jahren zur Us-amrikanischen Kunstszene gehört.Die Sammlung Goetz besitzt 12 Arbeiten.

Sp 278 1+2 Mit seinen Spray-Paintings wurde Sterling Ruby bekannt. Sie haben keine Titel, sondern sind durchnummeriert. Die Nähe zu Mark Rothko ist offensichtlich.

Geboren wurde Sterling Ruby 1972 in Bitburg als Sohn eines amerikanischen Soldaten und einer Niederländerin. Schon früh liebte er das Zeichnen und lernte das Nähen von seiner Mutter. 2002 schloss er sein Kunststudium in Chicago ab, ging dann nach Los Angeles und konnte als Mitarbeiter bei Mike Kelley unterschlüpfen. Mitte der 200oer Jahre hatte er den künstlerischen Durchbruch geschafft , sieht man Anleihen an Mark Rothko oder Barnett Newman, aber seine Jugenderlebnisse im Pennsylvania der Amish People fliesen in seine Arbeiten ein.

links Quadruple Eclipse, 2010 und gegenüber eine Collage mit Handtüchern.

Das Handwerkliche ist Teil der Biografie von Sterling Ruby, für ihn bedeutet es Wissen und das Können, wie Dinge entstehen.

Die Sammlung Goetz „Das  Schaufenster“  hat zwei Eingänge und wählt man die morgendliche Sonnenseite, vorbei an vielen besetzten Caféhausstühlen, landet vor dem Soft Sculptures.

Vampir 81, 2012. Spannend ist der Kontrast zwischen dem weichen Material und dem aggressiven Motiv. Ein aufgerissenes Maul mit spitzen schwarzen Zähnen, an denen Blutstropfen hängen.

Im Vordergrund liegt eine Keramik „Desipramine“ und bei näherem Hinsehen entdeckt Fragmente früherer Arbeiten. Also ein Reservoir  ehemaliger Ideen.

Die Ausstellung „Sterling Ruby“ in der Pacellistraße ist bis 24. Oktober zu sehen, alle Termine zu Führungen findet man unter www.sammlung-goetz.de    

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