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Holbein in Augsburg – Kraftort der Renaissance

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Es werden sich wieder lange Schlangen vor dem Eingang des Frankfurter Städels bilden, denn das Museum lockt mit grandiosen Zeugnissen von dem Vordringen der Renaissance in den Norden Europas. Dabei spielen Augsburg und ihre Künstler eine dominante Rolle.

Flügelbilder des Frankfurter Dominikaneraltars. Holbein d. Ä und seine Werkstatt.1501

Um 1500 scheint die Sonne in Augsburg heller als anderswo. Die Liaison zwischen Kaiser Maximilian und den Augsburger Handelshäusern finanziert Reichstage und Eroberungskriege, die Nähe des Geldes lockt  Kaufmannsfamilien in die Stadt, reich geworden durch Anteile am Kupfer- und Erzabbau. Die aufkeimende Zeit der Renaissance bringt die Porträts in Mode, wird der Mensch ins Zentrum gerückt.

Bildnis des Marx Fischer, Holbein d.J. zugeschrieben   Katalog Hirmer Verlag München

Mit dem Wohlstand kommen Gelehrte und Künstler, der Warenaustausch über die nahen Alpenpässe bringen neue Ideen und bis dato unbekannte Techniken. Dazu gehört die Renaissance, die aus Italien in die Ateliers gelangt.

Sebastiansretabel Hans Holbein d.Ä. 1516.    Aus dem Katalog erschienen im Hirmer Verlag

Die Augsburger Künstler müssen sich mit der Konkurrenz eines neuen Malstils anfreunden. Darunter die beiden Stars Hans Holbein der Ältere (1464-1524), der seinen spätgotischen Stil weiterhin pflegt und auf das  konservative Klientel wie Kirchen und Klöster angewiesen ist.

Bildnis der Barbara Schellenberger und Hans Schelllenberger. Hans Burgkmair, 1505

Viel offener zeigt sich der beinahe 10 Jahre jüngere Hans Burgkmair (1473- 1531), der sich wahrscheinlich schon nach Oberitalien wagte und die Renaissance nach Augsburg bringt. Bezaubert vom Rötelstift, dem Golddruck und dem  Farbholzschnitt.

Solothurner Madonna von Holbein d.J. 1522 in Basel

Mit diesem neuen  Malstil wird der Sohn Holbeins, Hans Holbein d. J. zum Star der Renaissance und besonders seine beiden Darstellungen der Maria mit dem Kind, die Solothurner Madonna 1522 und die Holbein Madonna 1526 gehören zum Besten, was diese Epoche zu bieten hat.

Holbein-Madonna von Holbein d.J. 1526, Basel
Video im Städel:   Simon George of Cornwall, Holbein d.J. 1535-1540.

Auf dem Weg in die Innenstadt über den Holbeinsteg, entstanden 1990 und entworfen vom Architekten Albert Speer Jr.

Bildnis eines jungen Mannes, Hans Burgkmair. 1506

Es geht in die Freßgass’, dem Herzen von Frankfurt. Dabei gibt es heute mehr Boutiquen als Restaurants und Kneipen.

eine Litfaßsäule auf der Freßgass’

Im Spätherbst von Frankfurt noch eine Stärkung

Tarte au Citron

Die Ausstellung “Renaissance im Norden”  ist bis zum 18. Februar im Frankfurter Städel zu sehen.

Es gibt Führungen, Workshops und  ein ausführliches Digitorial. Ein umfangreichen Katalog ist  im Hirmer Verlag München erschienen. www.hirmerverlag.de   Die Texte auf dem Audioguide werden von Schauspieler Sebastian Bezzel gesprochen.  www.staedelmuseum.de  

 

 

 

 

 

Edvard Munch
Der Tod ist pechschwarz, aber die Farben sind hell. Als Maler muss man mit Lichtstrahlen arbeiten.
Edvard Munch
Der Tod ist pechschwarz, aber die Farben sind hell. Als Maler muss man mit Lichtstrahlen arbeiten.
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