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Hawaii

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Noch immer verführt Hawaii zu Gedanken an die 1950er, zu Hula Hoop-Reifen und Hawaii Toast. Aber Hawaii Toast kennt niemand auf den Inseln und es gibt zwar den Hula, den traditionsreichen Tanz der Insulaner, aber der Reifen diente der deutschen Fitness und erfährt gerade ein Revival. Hawaii ist zweifellos kein preiswertes Reiseziel, aber der Faszination dieser Landschaft aus Vulkanen und Pazifik, dazu endlose Strände und seidenweiches Klima konnte ich nicht widerstehen.

Die Insel Oahu

Wer denkt bei Hawaii nicht sofort an den berühmten Strand von Waikiki? Für mich war es eine Ernüchterung, denn es ist der Stadtstrand von Honolulu, eingerahmt von gewaltigen Hotelbauten. Aber eine frühmorgendliche Wanderung zum Diamond Head, dem gewaltigen Krater am Ende von Waikiki Beach, lohnt die Mühe unbedingt. Die Sportlichen joggen nach oben, ich genieße die herrliche Luft vom Meer und oben angekommen, begeistert ein herrliches Blick über Ein angenehmer Weg führt nach oben und dort gibt es einen herrlichen Blick über Honolulu, das sich gerade aus den Betten schält.

Big Island - Four Seasons - Seaside Luxe (3)

Chinatown

Seit wenigen Jahren hat die Hauptstadt auch Zeitgeist vorzuzeigen. Ein mächtiger Kontrast zu den aufpolierten Shopping Malls wie Ala Moana in Waikiki. Ein tüchtiges Revival hat aus dem vergammelten „Chinatown“ einen Hotspot gemacht. Jenes Viertel im historischen Kern rund um Bethel Street, Smith Street und King Street ist das älteste Chinatown in den USA. In der Mitte des 19. Jahrhunderts kamen viele Chinesen nach Hawaii, um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg verkam die einst geschäftige Gegend zu einem Treffpunkt der Prostitution. Erst mit der Renovierung des Hawaii Theaters Ende der 1990zerJahre ging es wieder aufwärts und heute trifft man sich in Bars und Restaurants, die sich ganz unvermittelt inmitten historischer Gebäude, quirligen Markten und überquellenden Läden etabliert haben. Natürlich ist diese Ecke nun auch ein fruchtbarer Boden für Mode, schrullige Antiquitäten und Galerien. Kakaa’ko Nur einen Katzensprung entfernt, verändert sich auch das einst gesichtslose Kakaako, viel ideenreiches Graffiti gibt dem ehemaligen Industrieviertel eine neue Ausstrahlung.

Fresh Café

Schon seit 2009 ist „Fresh Cafe“ in eine Halle eingezogen. Im höchst einfachen Design aus Glas und Wellblech gibt es hier von morgens bis abends frischen Kaffee aus der lokalen Kona Bohne, dazu wunderbare Sandwiches und Salate wie der herzhafte Ginger Wasabi ($5.50) 831 Queen Street Tel. 808 688 8055

Mittlerweile haben viele Künstler und Designer die ehemalige Industriegegend entdeckt, weil das Leben hier noch preiswert ist und so einen Touch von Bohème besitzt. Nicht verpassen sollte man den Nachtmarkt, der an jedem ersten Freitag im Monat stattfindet. Viel Musik und Stände mit Mode, Tattoos, Antiquitäten. www.honolulunightmarket.com

Einkaufen in Chinatown

Fighting Eel

Schon vor 10 Jahren hatten Rona Bennett und Lan Chung das „richtige Näschen“ und gründeten ihr Label „Fighting Eel“ in Bethel Street. Sie waren die ersten Designer in Chinatown und heute ist ihre Mode aus Jersey ein großer Erfolg.  1133 Bethel Street Tel. 808 738 9300 www.fightingeel.com

Roberta Oaks

Roberts Oaks aus Missouri ließ sich vom Klima Hawaiis verführen und erkannte auch das Potential dieses Viertels Seit 2004 entwirft sie eine lässige Mode mit Sixties-Touch, wie Jeans, Blusen und T-Shirts. Hinzu gekommen ist eine Herrenkollektion. Die Stoffe kauft sie in Los Angeles und Japan, aber produziert wird auf Oahu. 19 N Pauahi Street Tel. 808 428 1241 www.robertaoaks.com

Tin Can Mailman

Eigentlich fand ich diese Hula Girls in ihren Baströckchen entsetzlich kitschig. Nun Ende 2013, konnte ich ihrem Charme kaum widerstehen. Kein Wunder, dass es Sammler auf der ganzen Welt gibt. Aber Vorsicht, so ein flottes Girl aus den Fifties kostet schon mal 250$. In dem unscheinbaren Laden „Tin Can Mailman“ türmt sich Hawaii der vergangenen Zeit bis zur Decke. Für Stunden könnte man in den berühmten Aloha Hemden, in Comics und Büchern wühlen. 1026 Nu’uanu Avenue Tel. 808 524 3009 www.tinmanmailman.net

Cindy’s Shoppe

Keine zehn Minuten benötigt Cindy Lau für eine Blumenkette „Lei“ genannt. Sie kam aus China und steht seit 1953 in ihrem Laden, heute unterstützt von Tochter Karen Lee. Die Heimat der Blumenkette ist Tahiti, auch auf Hawaii wird dem Gast ein „lei“ um den Hals gelegt. 1034 Maunakea Street Tel. 0808 536 6538

Essen und Trinken

Duc’s Bistro Mit Glück könnte man George Clooney treffen, heißt es, denn er schätze dieses Lokal mit seiner vietnamesischen Küche mit viel französischem Einfluss. Es ist ein schlichtes Lokal, die Tische sind weiß eingedeckt. Nichts verrät die Köstlichkeiten, die dann serviert werden. 1188 Maunakea Street Tel. 808 531 6325 www.ducsbistro.com

Lucky Belly

Das lässige Bistro ist ein beliebter Treffpunkt zum Mittagessen. Die Leute sitzen an blanken Holztischen, man bestellt Salate, Burger und Suppen. Es ist eine Fusion-Küche, die Gerichte enthalten viel Asiatisches wie Ingwer, Koriander und Sesam. 50, N Hotel Street Tel. 808 531 1888 www.luckybelly.com

The Lady and the Pig

Auch hier laden lange Holztische zum gemeinsamen Essen und sofort fühlt man sich von der gemütlichen Atmosphäre angezogen. Immer fallen die Blicke auf die Holzregale mit den eingekochten Früchten in den typischen Gläsern.  Etwas Nostalgie wird groß geschrieben und so liebt Chefkoch Andrew Le  die Rezepte seiner Mutter, darunter ihre schon legendäre Nudelsuppe mit viel vietnamesischem Flavour. Auch auf etlichen Wochenmärkten hat die Familie einen Stand und dort wird „streetfood“ serviert. 83 North King Street www.thepigandthelady.com

Wohnen

Hotel Modern Honolulu

In Honolulu muss man am Waikiki Beach wohnen, allzu schön sind die Ausblicke am frühen Morgen auf Yachthafen und Meer. Ein genialer Platz ist das Hotel Modern Honolulu, das sich mit seinem chicen zeitgenössischen Design wohltunend von den übrigen Hotels unterscheidet. Zum Haus gehören zwei Pools und zwei Restaurants, darunter der Trendjapaner Morimoto. Ein Erlebnis sind „tuna pizza“ als Vorspeise und der Hauptgang mit „chef’s loco moto“ aus Wagyu Beef, serviert auf der Hotelterrasse. Im Spa wähle ich die Massage mit einem Öl aus Kokosnuss und Zitronengras, schon alleine der Duft betört. Die Produkte stammen von der Nachbarinsel Big Island. www.hawaiianbodyproducts.com 1755 Ala Moana Boulevard Tel. 808 450 3396 www.modernhonolulu.com

Big Island

Ein Wechselbad von Landschaft bietet diese Insel, vom tiefen Regenwald bei Hilo über die trockenen Gräser rund um Waimea im Norden und dann im Westen ist nur mehr die lebensfeindliche schwarze Lavaregion zu sehen. Westküste Kailua – Kona Hotel Four Seasons Restaurant Ulu Ocean Grill Am schönsten sind die Tische ganz nahe am Meer. Besonders wenn das Wetter heftige Wellen aus Japan herüberschickt, ist es ein unmittelbares Erlebnis kraftvoller Natur. Essen sollte man den Gartensalat, denn auf Big Island wird viel Gemüse angebaut und daher sind die Salate super frisch. Ein anderes Must ist „Ahi Tuna Poke“, Sashimi aus dem lokalen Ahi Tunfisch, angemacht mit Salz und etliche Gewürzen. Dazu passt ein Sauvignon Blanc aus Kalifornien. Am nächsten Abend ergattere ich einen der begehrten zehn Stühle an der Sushi Lounge im Innern des Ulu Ocean Grill. Die Empfehlung heißt Ice Crab Roll und Kampachi Sashimi.

Sport – Gym In diesem Ressort geht sehr sportlich zu, kurz nach 6Uhr morgens sind Fahrräder und Laufbänder besetzt. Bemerkenswert das Schwimmbecken mit 3 Trainingsbahnen, wo auch Unterricht erteilt wird.

Golfplatz Hualalai Der Golfplatz liegt neben dem Hotel. Ein angenehmer Ressortplatz mit 18 Löchern, wo Lavagestein natürliche Hindernisse bilden. Interessant die „back nine“, denn dort liegen etliche Abschläge unmittelbar am Meer und verlangen Präzision. Herrliche Szenerie vom blauem Pazifik und schwarzer Lava.

Einkaufen

Zum Einkaufen muss man das Ressort nicht verlassen, die Läden von Seaside luxe begeistern mit ihrer gelungenen Auswahl an Mode. Sei es casual oder das atemberaubende Kleid für den Abend, die Inhaberin LeeAnn Sauter hat ein feines Händchen für den aktuellen Trend und kennt den Geschmack des internationalen Publikums. www.seasideluxe.com 72 –100 Kaupulehu Drive, Kailua-Kona, Tel. 0808 325-8000 www.fourseasons.com/hualalai Hilo – Ostküste Gegenüber, an der Ostküste, geht das Leben einen gemächlichen Gang. Hier gibt es kaum Hotels, man blickt auf dickes Grün und furchtbare Felder. Der Mittelpunkt ist die Kleinstadt Hilo und nur selten sind Touristen zu sehen. Also kann ich den ganz normalen Alltag auf Big Island erleben, weit weg von der Traumwelt großer Hotels. Ich bummle über die Hauptstraße Kamehameha Avenue, viele kleine Läden reihen sich aneinander, dazwischen einfache Restaurants. Danach geht es noch zur parallel verlaufenden Kilauea Avenue und dann hat man alles gesehen. Einkaufen Sig Zane Am Ende der Kamehameha Avenue liegt der Laden von Sig Zane. Geboren in Honolulu, hat Sig Zane auf Big Island geheiratet und sich hier niedergelassen. Der charmante Hawaiianer und ambitionierte Surfer schätzt das ruhige Leben und den großen Gemeinschaftssinn der Leute von Hilo. Mit Frau Nalani und Sohn Kuhao entwirft er Mode, die an die Traditionen des Archipels erinnert. Seine Kleider und Blusen aus Baumwolle oder Leinen tragen die Designs von Früchten und Blüten der Inseln. Kleider 120 -140 $. 122 Kamehameha Avenue, Telefon 808 935 7077 www.sigzane.com Tipp Wer den Samstag in Hilo verbringt, sollte den Wochenmarkt besuchen und sich an der Vielfalt von Obst und Gemüsen begeistern, die auf der Insel produziert werden. Da können selbst kleine Geckos in schillernden Farben dem Saft der aufgeschnittenen Papaya nicht widerstehen. Ganz im Trend sind die grünen Smoothies. Ich versuche „kale“, eine Art Grünkohl, aufgebessert mit Banane und Ananas. Es war ein Mittagessen. Ein großer Becher 4.75$ Hawaii Volcanoes National Park Die meisten Besucher, die auf dem Flughafen Hilo landen, zieht es zum Hawaii Volcanoes National Park, eine knappe Stunde dauert die Fahrt. Den schönsten Eindruck über die Kraterlandschaft bekommt beim Jaggar Museum, über die Crater Rim Drive in kurzer Zeit zu erreichen. Perfekt lässt sich hier die Caldera des Kilauea Caldera beobachten, ständig tritt Rauch aus, mal in dichten Fahnen, mal nur Schleier von weiß. Am stimmungsvollsten ist sicherlich der Sonnenuntergang. Ich sitze in der Lounge des Hotels Volcano House, höre das Prasseln des offenen Kaminfeuers und genieße ein Bier von der Insel Maui. Dann wirft die Sonne ihre rotgoldenen Strahlen in die dichten Dampfwolken. Doch urplötzlich zieht Nebel heran und als würde der Vorhang heruntergelassen, ist das Schauspiel abrupt zu Ende. Eintritt Nationalpark 10 $. www.nps.gov/havo Den besten Überblick über die vulkanische Landschaft vermittelt eine Tour mit dem Helikopter. In der Hochsaison circa 270 $, Dauer 50 Min. www.bluehawaiian.com Die Insel Kau’ai Es ist die älteste der acht Inseln im Archipel von Hawaii. Nirgendwo war der Flug mit einem Helikopter eindrücklicher für mich als über Kau’ai. Ohnehin ein Must denn 80 % der Insel sind nicht erschlossen. Nie werde ich es vergessen, als wir in das Innere der erloschenen Kraters von Mount Waialeale flogen – hier könnte die Welt entstanden sein. Wohin ich schaue, überall triefende Nässe, die Nahrung für die dichte Vegetation gibt, als würden die schroffen Wände grüne Mäntel tragen. Dann der große Kontrast des Waimea Canyon, ein Synonym von Trockenheit, nichts als Stein und Geröll. Nur zwei Minuten wird man von der Schönheit der Na Pali Coast überwältigt. Die menschenleere Küste diente schon immer als Kulisse für unzählige Filme. Erobern kann man dieses kleine Stück Paradies nur mit dem Boot oder zu Fuß auf dem knapp 17 km langen Kalalau Trail. www.islandhelicopters.com Ich hatte keine Zeit zum Wandern, es reichte nur für eine Tour mit dem Auto entlang der Nordküste, vom zauberhaften Städtchen Hanalei bis zum Beginn des Naturpark Na Pali Coast. Ein Abendessen wert ist Postcards Café, am Kuhio Highway bei Hanalei gelegen. Das Holzhaus mit seinem kräftig gelben Anstrich ist nicht zu übersehen, und dem Thunfisch in Wasabi –Kruste kann man kaum widerstehen. 5 Kuhio Highway Hanalei Tel. 808 826-1191 Prince Golfplatz Wer gerne Golf spielt und an den greens verzweifeln will, darf den Platz Prince bei Princeville nicht versäumen. Gebaut von Robert Trent Jones, verlangen besonders die „back-nine“ höchste Präzision und viel Gefühl für den Ball. Als Trost wird frische Ananas vom Marshall vorbeigebracht. Der öffentliche Club hat ein schönes Restaurant und einen gut sortierten Shop. www.princeville.com 18 Löcher 175$. Aloha Mary im St. Regis Princeville Nur wenige Meilen vom Golfplatz entfernt, liegt das Hotel St. Regis geradezu perfekt in der Bucht von Hanalei. Zum Sonnenuntergang sitzen alle auf der Terrasse und die Kenner trinken „Aloha Mary“. Es ist das Geheimrezept von Barfrau Therese, gemixt aus Ocean Organic Vodka, von der Insel Maui, dazu Tomatensaft und Zitrone. Mehr verrät sie nicht, aber samtweich rinnt es durch die Kehle. www.stregisprinceville.com Die Insel Maui Es ist das Mekka der Surfer, aber auch Maui punktet mit seiner vulkanischen Vergangenheit, sehenswert ist die Kraterlandschaft des Haleakala im gleichnamigen Nationalpark. Die schönsten Stimmungen erlebt man zum Sonnenuntergang, über eine kurvenreiche Straße geht es hinauf zum Krater, eine Stunde von der Stadt Kahului entfernt. Surfen Die Surfer aus aller Welt lauern am Hookipa Beach, unweit des Örtchens Pa’ia auf die Megawellen. Nirgendwo ist das Spiel mit dem Meer aufregender. Wenn Flaute herrscht, geht es zur Baldwin Avenue mit seinen Cafés wie Mambo Café, dazu Läden mit Surfoutfit und Bademode. Inmitten das türkisfarbene Holzhaus von Letarte. Dort entwirft die ehrgeizige Surferin Lisa Cabrinha aufregende Strandmode. Seit 11 Jahren arbeitet sie als Designerin und ihre Schwester, die als Brokerin in New York lebt, kümmert sich um das Marketing. www.letarteswimwear.com Wailea Wer mehr Luxus auf Maui sucht, fährt an die Küste von Wailea. Hier haben sich die großen Hotelketten versammelt, jeder lockt mit Pools, für alle, denen der Pazifik zu wild ist. Ein neues Konzept hat sich Andaz Hyatt einfallen lassen. Da kann man gleich in drei Pools baden, die treppenartig zum Meer führen. Ein schmaler Weg wurde zwischen Hotels und Strand angelegt, am Morgen dient als die Piste für Jogger und am Abend ist die Schlenderstrecke nach dem Dinner. Sehr originell ist der Spa, der an eine Apotheke erinnert. Tatsächlich werden die Cremes einer Behandlung für jeden Gast speziell angerührt und können später auch nachbestellt werden. www.andaz.hyatt.com

Edvard Munch
Der Tod ist pechschwarz, aber die Farben sind hell. Als Maler muss man mit Lichtstrahlen arbeiten.
Edvard Munch
Der Tod ist pechschwarz, aber die Farben sind hell. Als Maler muss man mit Lichtstrahlen arbeiten.
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