Ein genialer Ort für Kunst! Im „Schaufenster“ der Sammlung Goetz sind nur wenige Arbeiten in Topqualität zu sehen und lockt geradezu einen Zwischenstopp. Ein ehemaliges Ladengeschäft, zentral gelegen im Dunstkreis vom Lehnbachplatz, eingerahmt vom Amtsgericht und etliche Cafés wie die Münchner Institution Kreutzkamm.

Ein Kunsttreffpunkt, der schon die dritte Ausstellung präsentiert und diesmal sind es Arbeiten des Amerikaners Sterling Ruby. Ein Allroundkünster, der mit Öl, mit Stoffen, mit Keramik, mit Metall arbeitet. In Deutschland eher unbekannt, aber schon seit 20 Jahren zur Us-amrikanischen Kunstszene gehört.Die Sammlung Goetz besitzt 12 Arbeiten.

Geboren wurde Sterling Ruby 1972 in Bitburg als Sohn eines amerikanischen Soldaten und einer Niederländerin. Schon früh liebte er das Zeichnen und lernte das Nähen von seiner Mutter. 2002 schloss er sein Kunststudium in Chicago ab, ging dann nach Los Angeles und konnte als Mitarbeiter bei Mike Kelley unterschlüpfen. Mitte der 200oer Jahre hatte er den künstlerischen Durchbruch geschafft , sieht man Anleihen an Mark Rothko oder Barnett Newman, aber seine Jugenderlebnisse im Pennsylvania der Amish People fliesen in seine Arbeiten ein.

Das Handwerkliche ist Teil der Biografie von Sterling Ruby, für ihn bedeutet es Wissen und das Können, wie Dinge entstehen.
Die Sammlung Goetz „Das Schaufenster“ hat zwei Eingänge und wählt man die morgendliche Sonnenseite, vorbei an vielen besetzten Caféhausstühlen, landet vor dem Soft Sculptures.

Im Vordergrund liegt eine Keramik „Desipramine“ und bei näherem Hinsehen entdeckt Fragmente früherer Arbeiten. Also ein Reservoir ehemaliger Ideen.
Die Ausstellung „Sterling Ruby“ in der Pacellistraße ist bis 24. Oktober zu sehen, alle Termine zu Führungen findet man unter www.sammlung-goetz.de