Die Natur in der Literatur ist anders als die Natur in unserer Umgebung, denn sie ist oftmals erfunden und erhöht. In der aktuellen Ausstellung im Münchner Literaturhaus will man 2500 Jahre Literaturgeschichte in der Natur aufzeigen.
Ein ambitioniertes Programm und so ist es kein Wunder, dass der Ausstellungsraum eigentlich zu klein ist. Man muss ein zweites Mal hingehen, denn die Exponate hängen quasi aufeinander und dem Betrachter kann sich nur mühsam einen Überblick verschaffen.
In elf Kapitel wird die Natur beleuchtet, denn die Natur zu Papier zu bringen war immer eine schwierige Aufgabe mit recht unterschiedlichen Ergebnissen.
Natürlich wollten viele Schriftsteller das Geheimnis Natur ganz intensiv erleben wie die Künstler auf dem Monte Verità in Ascona oder Hermann Hesse am Walensee.
Natur ist für uns heute oftmals der stündliche Wetterbericht und das sieht in allen Teilen der Welt sehr ähnlich aus.
Die Natur im Kleinen ist der Blumentopf oder der Blumenkasten auf dem Balkon.
Eine wirkliche Entdeckung in dieser Ausstellung sind für mich die vielen Zitate von bedeutenden Schriftsteller und man sollte sich die Zeit nehmen, sie zu studieren.
“Ins Blaue” ist bis zum 7. Oktober zu sehen. www.literaturhaus-muenchen.de