
Eine grandiose Idee, Kunst zum Alltag zu machen. Auf der Pacellistraße 5, unweit des Lenbachplatzes, hat die Sammlung Goetz eine Art Pop-up Zuhause gefunden und der Ort ist sehr gelungen. Geradezu idyllisch gelegen, mit Anschluss an den Innenhof der Maxburg mit seinem imposanten Moses-Brunnen und vielen Cafés.

Vorsicht Kunst
Bei eventuellen Ängsten, den Raum zu betreten, auch von den beiden Schaufenstern, lässt sich die Ausstellung erleben. Die beiden Objekte unmittelbar an den Schaufenstern wirken so lebensecht dass ein Hinweis angebracht wurde, dass es sich um eine Kunstinstallation handelt.

Handle with Care
Handle with Care ist das Thema der ersten Ausstellung der Sammlung Goetz in der Pacellistaße, konzipiert von dem dänischen Künstlerduo Elmgreen&Dragset. Eigentlich ein alltäglicher Hinweis auf Transportkisten mit zerbrechlichem Inhalt, doch wenn Michael Elmgreen und Ingar Dragset eine Ausstellung kursieren , gibt es immer eine Doppeldeutigkeit. In diesem Fall ist es die menschliche Fürsorge.

Ihr Thema sind oftmals naturalistische Abbildungen von Menschen in Alltagskleidung in einer ungewöhnlichen Situation. Wie die Installation „Andrea Candela“, der Junge liegt, in sich gekehrt, auf einem Schaffell. Seine Gesellschaft ist ein Apple Computer, der Screen zeigt eine Online Dating App.

Arbeiten aus der Sammlung Goetz begleiten diese Ausstellung wie die Strickbilder von Rosemarie Trockel oder die inszenierten Fotografien von Cindy Sherman und Richard Prince.


die Einsamkeit ist spürbar
Alle Arbeiten strahlen eine große Einsamkeit und hohe Verletzlichkeit aus, sei es Moses, das Baby vor dem Bankomat oder Tala, ganz mit Gold überzogen, ihren Händen, hinter dem Rücken gehalten. Man kann sich ihrer Anziehungskraft nicht entziehen.

Wenn es um Kunst geht, ist auch der Kommerz nicht mehr weit. Aus der Sammlung Goetz stammt diese Arbeit von Tom Sachs.

Seit 1995 arbeiten die beiden dänischen Künstler zusammen und sind für ihre sozialkritischen Werke bekannt. Ihre Leidenschaft sind Ausstellungskonzepte, die den Besucher verwirren und Fragen aufdrängen.

Im Sommer im Städel Frankfurt
In Museen wie die Tate Modern in London oder die National Gallery in Kopenhagen oder die Fondazione Prada in Mailand waren ihre Installationen zu sehen. Ab Ende Mai sind sie im Frankfurter Städel zu sehen. Die Leidenschaft der beiden sind Ausstellungskonzepte, die den Besucher verwirren, sich Fragen aufdrängen.
Die Ausstellung ist bis zum 28.Februar in der Sammlung Goetz/Schaufenster in der Pacellistraße 5 zu sehen. www.sammlung-goetz.de
