Gleich zweimal Premiere, es ist die erste Einzelausstellung des US-Amerikaners  Tony Cokes in Deutschland und es ist die erste Zusammenarbeit des Hauses der Kunst mit dem Nachbarn Kunstverein München.

Arkaden im Hofgarten

Eigentlich wäre eine solche Zusammenarbeit naturgegeben, bei der kurzer Distanz zwischen beiden Häusern und vor allem bei der gemeinsamen Historie. In den Hofgarten-Arkaden fand 1937 die Ausstellung “Entartete Kunst”    statt und im Haus der Kunst waren mit der “Großen Deutschen Kunstausstellung” jene Bilder zu sehen, die das Dritte Reich schätzte.

im Treppenaufgang – das zerstörte München im Juni 1945 vom Filmemacher Willi Cronauer

Betroffen, besonders angesichts des Krieges in der Ukraine, machen die Bilder von der Zerstörung München während des Zweiten Weltkriegs.

Some Munich Moments Drei Ausschnitte 2022

im Münchner Kunstverein sind die Arbeiten von Tony Cokes “Some Munich Moments 1937 – 1972” zu sehen, die  auch die Olympischen Spiele 1972 einbeziehen, die als weltoffen und antifaschistisch um die Welt gehen sollten. Wer durch die Passage läuft zum Haus der Kunst läuft, wird von Donna Summer und ihrem Megahit “I feel love” empfangen, der 1977 in München aufgenommen wurde. Die Panels sind in den Farben gehalten, die Otl Aicher als Design für die Olympischen Spiele auswählte.

in der Passage zwischen Kunstverein und Haus der Kunst

Seit den frühen 1990er Jahren interessiert sich Tony Cokes für den Einfluss von Medien und Popkultur auf die Gesellschaft. Dabei lehnt er repräsentative Bilder ab, seine Filme kombinieren Textfragmente, die betroffen machen , mit Popmusik aus verschiedenen Epochen.

Tony Cokes – im ehemaligen Luftschutzkeller

Im ehemaligen Luftschutzkeller  des Museums werden mit “Fragments or just Moments” ausgewählte audiovisuelle Arbeiten von Tony Cokes aus drei Jahrzehnten gezeigt.

im Luftschutzkeller Haus der Kunst

Im Kunstverein München ist die Ausstellung bis zum 11.September zu sehen. www.kunstverein-muenchen.de 

Im Haus der Kunst ist die Ausstellung bis zum 4.Dezember zu sehen. www.hausderkunst.de