Mal wieder Zeit mit Beckmann im Städel.  Das Bild “Selbstbildnis mit Sektglas” von 1919 konnte mit Hilfe von Sponsoren vom Städelmuseum erworben werden. Gelegenheit für einen Rückbild auf die Zeit von Max Beckmann in Frankfurt. 1915 kam der Maler in die Stadt, traumatisiert vom Ersten Weltkrieg und wurde 1933 von den Nazis vertrieben.

Selbstbildnis mit Sektglas

In dieser Zeit wurden im Auftrag von Georg Swarzenski, dem Direktor des Städelmuseums, 13 Gemälde und über 100 Zeichnungen von Beckmann erworben. Zahlreiche Werke gingen 1937 während der Beschlagnahmung des NS – Regimes für “entartete Kunst” verloren.

Eisgang 1923

In der Nachkriegszeit konnte zahlreiche Arbeiten zurückgekauft werden und nun ist gelungen, ein Schlüsselwerk  aus seiner Frankfurter Zeit zu erwerben. Das Selbstbildnis mit Sektglas ist sein drittes Selbstporträt, er zeigt sich als Dandy im Smoking in einem Nachtlokal, schon umringt von den Gespenstern der Zukunft.  Zweifellos schätzte der Maler das großstädtische Nachtleben mit seinen eleganten Restaurants und Bars. Gerne ging er alleine aus, um seine Umgebung zu beobachten.

Große Brücke 1922

 

Die Tänzerin, erworben 2007

Sehr spannend zu studieren ist die Chronologie der Ankäufe, Rückkäufe und  Verluste in der Zeit von Oktober 1918 bis heute, also gut 100 Jahre Sammeln. Gleich am Eingang hängt ein Stadtplan von Frankfurt mit den Adressen aller  Menschen, die für Beckmann in jener Zeit wichtig waren.

Städel im März 2021

Die Ausstellung wird bis 29. August 21 verlängert,  für nähere Informationen gibt es ein Katalogheft (15€). www.staedelmuseum.de

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