Rembrandt wurde zur richtigen Zeit geboren und hatte den richtigen Riecher, 1631 von seiner Heimat Leiden nach Amsterdam zu gehen. Dort, wo sich Ehrgeiz und Talent um das viele Geld des Goldenen Zeitalters balgten. Im Frankfurter Städel wird nun diese entscheidende Epoche im Leben des Künstlers dargestellt.

Selbstbildnis mit Samtbarett und Mantel mit Pelzkragen 1634

Es war das 17. Jahrhundert und die Niederländer konnten nach Herzenslust ihre fernen Kolonien ausbeuten. So gab es in Amsterdam alles, was das wohlhabende Herz begehrte. Fremdartige Gewürze, Tee und Kaffee dazu herrliche Stoffe wie Samt und Seide machten die Hauptstadt zu einem place to be.

Reinier Nooms- Ansicht des Amsterdamer Hafens 1643

Sich porträtieren zu lassen, gehörte zu absoluten Must des gesellschaftlichen Lebens und es gab zahllose Maler, die um die Gunst ihrer vermögenden Kunden buhlten. In diesem Haifischbecken gelang dem jungen Rembrandt ein sensationeller Aufstieg, denn er verstand es, seinen Porträts eine gewisse Lässigkeit zu geben.

Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669)Bildnis eines stehenden Mannes (Andries de Graeff), 1639
Museumslandschaft Hessen Kassel, Gemäldegalerie Alte Meister Foto: Ute Brunzel

Nicolaes Eliasz Pickenoy (1588–1650/56) Bildnis eines stehenden Mannes, 1628   Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Nicht diese Steifheit in der Haltung, das Vorzeigen von Statussymbolen wie wertvolle Teppiche oder Bilder an der Bilder. Rembrandt schafft die Zufälligkeit, kein spektakulärer Hintergrund und seine Kunden waren begeistert.

Selbstbildnis, an einer Steinmauer lehnend 1639

“Nennt mich Rembrandt” Rembrandt war ein Meister der Selbstvermarktung, und kaum ein Maler ließ so viele Selbstporträts drucken und verteilen. Diese Methode war so erfolgreich, dass etliche seiner Schüler sehr ähnliche “Selfies” veröffentlichten.

Saskia von Uylenburgh, die Ehefrau und Muse

Für den Aufstieg in die Amsterdamer Gesellschaft war 1634 die Heirat mit Saskia van Uylenburgh sehr vorteilhaft, sie war die Nichte eines bedeutenden Kunsthändlers und der Weg zu interessanten Kunden war geebnet.

am Eingang zur Ausstellung – Satire auf die Kunstkritik 1644

Katalog zu Rembrandt

Katalog Rembrandt aus den Taschen Verlag

Rembrandt Hirmer Verlag

Die Ausstellung “Nennt mich Rembrandt” ist bis zum 30. Januar zu sehen. www.staedelmuseum.de