Am 3. April wäre Pati Hill 100 Jahre alt geworden und ein guter Anlass für die Kunsthalle Zürich  aus den Romanen der Künstlerin vorzulesen. Noch im letzten Sommer in der Münchner Kunsthalle, ist ihre Retrospektive im Dezember in Zürich weitergezogen.

Vor der Kunsthalle Zürich

Bei Pati Hill musste alles in den Fotokopierer. Darunter die umfangreiche Arbeit in den 1980er Jahren, als sie den Palast von Versailles ablichtete. In dieser Zeit gab es schon farbige Toner und die “Bilder” mit den farbigen Rosenblättern aus den Gärten von Versailles sind wahre Augenfänger.

Als sie in den 1970er Jahren diese Kunstform für sich entdeckte, waren Fotokopierer wahre Ungetüme und standen nur in den großen Büros.

Ein Xerox Kopierer aus den 70er Jahren

Schon während ihrer Karriere als Model in den vierziger Jahren begann die Amerikanerin aus dem Mittleren Westen mit dem Schreiben von Kurzgeschichten, zum Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens aber wurde der Fotokopierer.  Mit dieser Idee war sie zwar keine Pionierin, aber niemand widmete sich dieses Metier mit solcher Intensität.

Gegenstände aus dem Alltag wurden der harten Beleuchtung ausgesetzt, seien es eine Korsage oder Handschuhe oder Kämme, selbst der eigene Hund musste sich diese Prozedur gefallen lassen. Dabei war es ein Zufall, den Pati Hill zum Kopierer brachte, denn in den frühen 1960er Jahren musste sie als junge Mutter zu Hause bleiben. Noch ein weiterer Glücksfall war die Bekanntschaft mit den Designer Charles Eames, der ihr einen IBM Kopierer zur Verfügung stellen konnte.

Untitled (white gloves) 1976 Xenographie

Ein besonderes Schmankerl bietet der Kunstverein, denn der Besucher kann Einblick in die unzähligen Blätter nehmen, die in Arbeitsmappen gesammelt wurden und im Besitz der Arcadia University Art Gallery in Pennsylvania ist.

Foto gemacht im Kunstverein München

Alphabet of Common Objects

Die Ausstellung “ Something other than either” ist bis zum 2. Mai zu sehen.  Ein Nachdruck von “Letters to Jill” wird angeboten, dabei äußert sich Pati Hill zum Kopierer und ihren Arbeiten gegenüber ihrer Galeristin Jill Kornblee. 9 CHF.   www.kunsthallezurich.ch

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden