Die Fondation Beyeler ist immer einen Besuch wert. Alleine die Kunsthalle inmitten eines weitläufigen Parks in Basel – Riehen bezaubert zu allen Jahreszeiten.

Fondation Beyeler nach dem Plänen des italienischen Architekten Renzo Piano

Nun sind es schon 25 Jahre, dass die Fondation Beyeler von Hildy und Ernst Beyeler eröffnet wurde. Von Beginn an eine Erfolgsstory und großes internationales Interesse.  Zum Jubiläum ist der Klassiker Piet Mondrian zu sehen, der Niederländer wurde vor 150 Jahren geboren.

Komposition mit Rot Schwarz, Gelb, Blau und Grau, 1921

Mit 89 Werken aus allem Schaffensphasen gibt es die seltene Chance weniger bekannte Arbeiten der frühen Jahre zu sehen.

Frau mit Spindel, 1893-96

In dieser frühen Arbeit sieht man die Kacheln an der Wand mit ihrer quadratischen Form, das soll einer der Anfänge seiner Denkrichtung in einer Minimierung der Darstellung gewesen sein.

Komposition mit Schwarz und Weiß, mit Doppellinien. 1934

Ein spannender Ansatz unter dem Thema “Mondrian Evolution” ist,  frühe und späte Werke in einen Dialog zu stellen. So hängen die Frau mit der Spindel und die Komposition mit Schwarz und Weiß nebeneinander. Es soll den Betrachter mit den Gedanken Mondrians vertraut machen die Landschaft in einer Linie zu vereinen. Es bleibt die Beziehung von vertikalen und horizontalen Linien, dazu wenige Flächen in den Primärfarben.     .

diesen Linien sind nur gemalt, nicht mit dem Lineal gezogen.

 

New York City1, 1945 – Inbegriff des abstrakten Mondrian

1940 emigrierte Mondrian nach New York, wurde Mitglied der American Abstract Artists und fand rasch Anschluss bei ebenfalls ausgewanderten Kollegen und Amerikanern wie Lee Krasner und Willem de Kooning.

Bauernhaus, vier große Bäume im Vordergrund 1907

Seine frühen Werke zeigen den Einfluss der traditionellen Landschaftsmalerei. Bei einem Aufenthalt in Paris sieht er Bilder von Van Gogh, danach werden die Farben kräftiger und der Stil expressiver. Er empfindet große Sympathie für die Esoterik eines Rudolf Steiners und wird 1908 Mitglied der Theosophischen Gesellschaft.

Komposition mit grauen Linien

Dann kommt 1912 der Kubismus und diese Epoche ist bahnbrechend für Mondrian. Nun werden Naturbilder komplett abstrahiert, doch nach seiner Rückkehr in die Niederlande erstehen auch figurative Gemälde um sein Leben zu finanzieren.

Komposition XVI, 1912-13

Aber zweifellos bestimmen die legendären “Kompositionen” fortan Namen Piet Mondrian. Der Niederländer war ein begeisterter Tänzer und liebte den Jazz. So entstanden Spätwerke in New York, die von der Stadt und ihrem Boogie- Woogie geprägt waren.

 

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Die Ausstellung ist noch bis zum 9. Oktober in der Fondation Beyeler zu sehen. www.fondationbeyeler.ch

Blick in den Park

 

Remake des Mondrian-Kleides von Yves Saint – Laurent, fotografiert in Den Haag.