Diese Ausstellung wäre ohne Okui Enzewor, dem verstorbenen Direktor des Hauses der Kunst, wahrscheinlich nicht im Münchner Haus der Kunst zu sehen.

Blick auf “Der Unfall”.

In Nairobi geboren, wird Michael Armitage zu den Senkrechtstartern in der aktuellen Kunst gezählt. Außerhalb Europas längst bekannt, so wurden etliche Werke von der New Yorker Guggenheim Stiftung erworben. Mit der Ausstellung im Münchner Haus der Kunst sind seine Gemälde und Zeichnungen zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Michael Armitage – Antigone

Ausgebildet an der Royal Academy of Arts und der Slade School of Fine Arts zeigen seine Gemälde überraschende europäische Einflüsse inmitten tagespolitischer Themen Ostafrikas. Eine ständige Verbindung zu seiner Heimat ist Lubugo, diese behandelte Baumrinde der Natalfeige dient Michael Armitage als Leinwand, bietet sie mit ihrer natürlichen Unebenheit interessante Aspekte in seiner Malerei. Er hatte das Material 2011 auf einem Touristenmarkt entdeckt.

Paradise Edict

Die Ausstellung “Paradise Edict” zeigt vier Themen, die seit 2014 entstanden sind.  Darunter die vollständige “Kenyan Election Series” mit acht Gemälden, die umstrittenen kenianischen Parlamentswahlen von 2017.

The Fourth Estate

Zuschauer beobachten eine Wahlversammlung. Der Aufbau des Bildes erinnert an “Disparates” von Francisco de Goya.

Zeichnung zu Mkokoteni race – Handkarren aus Mombassa

Michael Armitage ist auch ein exzellenter Zeichner, so sind etliche Entwürfe zu den späteren großformatigen Ölbildern zu sehen.

Mkokoteni Rennen

Michael Armitage ist in Kenia aufgewachsen, lebt aber seit vielen Jahren in London. Eine interessante Symbiose, oftmals stammen die tragenden Sujets aus Geschehnissen in Afrika, aber viele Bilder zeigen eine Verbindung mit klassischer Kunst aus Europa. Übrigens, bis jetzt waren seine Gemälde in Kenia noch nie zu sehen. Eine Reaktion aus Afrika wäre interessant.

Aus Tansania stammen die Makonde – Figuren

Die großartige Kunst der Holzschnitzerei wird von dem Stamm der Makonde beherrscht. Sie sind in bedeutenden Sammlungen zu finden, werden aber heute auch als “Airport-Kunst” verramscht.

Ein bekannter Künstler Ostafrikas ist Jak Katarikawe.

Dieser Maler wird auch als “Chagall Afrikas” bezeichnet, was unschwer zu erkennen ist. Sämtliche Künstler, welche die Ausstellung von Michael Armitage einrahmen, stammen aus früheren Generationen. Aktuelle Maler hätten einen wesentlich besseren Einblick in die Szene bieten können.

Asaph Ng’ethe Macua , geboren 1930

Bis zum 18. April ist die Ausstellung zu sehen, im Eintrittspreis enthalten ist der Audioguide, gesprochen von Benito Bause von den Münchner Kammerspielen.

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Bitte buchen Sie für Ihren Besuch ein Ticket über Xing-Events. Die Verfügbarkeit von Tickets an der Museumskasse ist abhängig vom Inzidenzwert der Stadt München. Übersteigt die Inzidenz den Wert 50 wird der Verkauf über Xing-Events gesteuert, an der Kasse sind dann nur noch wenige Tickets erhältlich. Sie können uns hierzu gerne kontaktieren: mail@hausderkunst.de oder 089 21127 113.

die Ausstellung lässt sich auch digital besuchen.www.hausderkunst.de