Die Rolle eines Verteidigers im “Urteil von Nürnberg” machte Maximilian Schell zum internationalen Filmstar und brachte ihm 1962 einen Oscar. Danach liebte Hollywood diesen Schauspieler in Sujets rund um das Dritte Reich und viele Male musste er die Wehrmachtsuniform tragen.

Der Schauspieler als Hauptmann der Wehrmacht in “Steiner – das Eiserne Kreuz”

Maximilian Schell wurde 1930 in Wien in eine kunstsinnige Familie geboren, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften und debütierte 1952 am Theater in Basel.  Im Jahr 1959 wechselte er zu den Münchner Kammerspielen, dann holte ihn Gustaf Gründgens ans Hamburger Schauspielhaus und er glänzte in der Paraderolle des Hamlet und hatte Gründgens als legendären Mephisto zum Gegenspieler.

Hamlet am Deutschen Theater München, daneben das Programmheft aus dem Jahr 1968

Von 1978 bis 1982 spielte er den Jedermann bei den Salzburger Festspielen. Welch ein Fest mit einer Buhlschaft wie Senta Berger und dem Tod, dargestellt von Rolf Boysen.

Jedermann mit Senta Berger als Buhlschaft

Sein Film “Marlene” wurde 1984 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.  Wieviel Geduld und Mühe von Schell verlangt wurden, diese Interviews mit der widerspenstigen und oftmals unlustigen Marlene Dietrich zu führen, vermitteln Gesprächsausschnitten in der Ausstellung.

Maximilian Schell – Film über Marlene Dietrich

Der Schauspieler war ein passionierter Sammler von moderner Kunst, die Freundschaft mit Anni und Joself Albers lässt an zahlreichen Gemälden erkennen, die in seiner Wohnung in München -Bogenhausen hingen. Dazu Lucian Freud oder Marc Chagall oder Victor Vasarely. Als Berater für seine Sammlung hatte er den legendären Basler Galeristen Ernst Beyeler.

Die Wohnung in München Bogenhausen.

Die Ausstellung “Maximilian Schell” ist noch bis zum 19. April im Deutschen Filmmuseum Frankfurt zu sehen. Zur Ausstellung ist ein wunderbarer Katalog erschienen.  www.dff.film

Im Foyer der Ausstellung im Deutschen Filmmuseum

In Zusammenarbeit mit Friedrich Dürenmatt für “Der Richter und sein Henker”