Einen zauberhaften Tanz mit dem Licht bietet das “Mechanische Ballett”. Sieben Edelstahl – Stelen, von Motoren bewegt, zeigen unendliche Facetten von Spiegelung, im Original untermalt mit  Musik von György Ligety.  Es ist eine Hommage an Fernand Léger und sein “Ballet Mécanique”, ein dadaistischer Stummfilm aus dem Jahr 1924.

ZERO:  Vier Frequenzen, 1959. Mehr Bild gab  es von Heinz Mack in jenen Jahren nicht.

Mitte der 1955er Jahre wurde  ZERO geboren, auf den Leinwänden sind serielle Reihungen von Pinselstrichen zu sehen. Hinzu kommt die Suche nach neuen Räumen für seine Kunst und für Heinz Mack sind die Wüsten das Mekka für seine künstlerischen Ideen.  Der heute 93jährige Künstler  scheint unverwüstlich, ganz  im Sinne des Wortes, und fand im Licht einen  omnipotenten Mitspieler.

Nachbau des Sahara-Projekts im ZKM

Legendär wurde das “Sahara-Projekt” und ein Meilenstein in seinem Schaffen.  1968 installierte er erstmals in der tunesischen Wüste Lichtstelen von bis zu 11 Metern Höhe, die das gleißende Sonnenlicht reflektieren, brechen und spiegeln. Dabei verschmelzen Natur und Stele zu einem Kunstwerk von grandioser Ausstrahlung. Die Land Art war geboren.

Sahara Projekt 2023, nachgebaut  im ZKM

Im Karlsruher ZKM hat man keine Mühen gescheut und Wüstensand in die Halle gebracht, auch an den Wüstenwind wurde gedacht. Zeit für Meditation.

Karawane der Farben, Algerien, 1976.  Mack- Sahara

Grandiose Bilder und fundierte Texte liefert der Katalog Mack- Sahara. Von ZERO zur Land Art, geschrieben von Sophia Sotke 

Goldene Pyramide im Wüstensand, Oman 1997.
Mack – Sahara ist im Hirmer Verlag  München erschienen, dort gibt es zahlreiche Kataloge des Künstlers. www.hirmerverlag.de  

Noch immer arbeitet Heinz Mack unermüdlich in seinem Atelier und eröffnet seine zahllosen Ausstellungen. Seinem Leitmotive ist er immer treu geblieben, er liebt das Licht.

Heinz Mack im Katalog Reliefs, erschienen im Hirmer Verlag.

Katalog “Reliefs”, erschienen im Hirmer Verlag München

Die Ausstellung “Mack im ZKM ” mit 300 Arbeiten von 1955 bis 2023 ist noch bis zum 14.April im ZKM Karlsruhe zu sehen. www.zkm.de

Beinahe in der Nähe gibt es eine großartige Präsentation zu seinem frühen Weggefährten Otto Piene. Sie wird im Tinguely Museum in Basel gezeigt.