Mit den Nebelskulpturen von Fujiko Nakaya werden die Besucher im Haus der Kunst zu Kindern. Bei nur wenigen Ausstellungen gibt es so viele fröhliche Gesichter, scheinen sich die feuchten Schwaden der Japanerin wie Balsam auf die Seele zu legen.

Die Nebel kommen – die großen Pools

Aus feinen Düsen wird das Wasser herausgepresst, um dann in ultrakleinen Tröpfchen zuerst hochzusteigen und nässer werdend zu Boden zu fallen. Sei es vom Dach der Ostfassade des Hauses der Kunst, wo die Nebel dann höchst dramatisch im Englischen Garten verschwinden.

die Pools ohne Nebel

Bei den  großen Pools im  Zentrum der Ausstellung verschwinden die Besucher in den weißen Schwaden, begeistern an der Nässe, versuchen die feuchte Watte zu greifen.

die Becken im Nebel

Mit den zeitlichen Abständen der Nebelproduktion bleibt auch Gelegenheit für die dritte Installation der Marmorbecken.

Vor dem Eingang zum Haus der Kunst

Seit den 1970er Jahren beschäftigte Fuijko Nakaya mit ihrer Umwelt als künstlerisches Medium und hofft ein ökologisches Bewusstsein. Die Japanerin wurde 1933 in Sapporo geboren, studierte Kunst und Malerei in Paris und Madrid, kehrte 1960 nach Tokio zurück.

Zen Mönche beim Rezitieren

Schon in den 1970er Jahren beschäftigte Fujiko Nakaya sich mit Videokunst, schloss sich dem Künstlerkollektiv Video Hiroba an und eröffnete mit SCAN die erste Galerie  für Videokunst in Japan. Im Haus der Kunst ist das Video Soja-ji zu sehen, das Zen Mönche beim Rezitieren ihrer Sutras und dem gemeinsamen Singen zeigt.

Die Ausstellung läuft bis zum 31.Juli, sehr interessant und gut gemacht ist der “digital guide”, ein wahrer Sprung ins 21. Jahrhundert für das Haus der Kunst. www.hausderkunst.de www.hausderkunst.de