The Architecture of Confinement heißt der zweite Teil einer Triologie im BNKR, die von Sam Bardouil und Till Fellrath kuratiert wird, ab Januar 2022 die neue Leitung des Hamburger Bahnhofs in Berlin. Die beiden haben 2009 die Plattform artReoriented gegründet, um neue Wege in der Vermittlung von Kultur zu zeigen.

Der Eingang zu The Architecture of Confinement.

Kaum eindrücklicher als in dem ehemaligen Luftschutzbunker an der Münchner Ungererstraße lässt sich vermitteln, wie aus einem Raum, der schützen soll mühelos auch ein Gefängnis werden kann.

Özgur Kar – it is all in his head

Ein Mensch eingezwängt wie ein Embryo, gibt kaum hörbare Wortfragmente von sich, die schon am Eingang zu hören sind. Auch sind minimale Bewegungen der Figur in diesem Video zu erkennen. Dieser intensive Eindruck von Gefangensein steht im großen Kontrast zum Blick aus dem großen Fenster im selben Raum.

Der Blick ins Freie

Ein wenig Zeit und Konzentration verlangt die Arbeit von Nadia Kaabi-Linke mit Modular, dabei sind die Abmessungen von Gefängniszellen in den Boden und an der Wand. Nirgendwo lässt sich der Titel der Ausstellung besser nachempfinden.

Nadia Kaaba- Linke – Modulor

In seinem Film Grand Hotel Barbès zeigt der Pariser Regisseur Ramzi Ben Sliman die Situation eines jungen Mannes, der sein Zimmer nicht bezahlen kann, aber im Wettstreit mit Breakdancern durch sein klassisches Ballett zu Musik von Mozart für kurze Zeit zum Star wird.

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Zu sehen ist der zweite Teil dieser Triologie noch bis zum 17. Oktober, im November folgt dann “The Architecture of Transformation”. Nur am Samstag und Sonntag von 12-18 Uhr geöffnet. www.bnkr.space.

Der Bunker in der Ungerer Straße