Das traditionsreiche Museum der Schönen Künste in Antwerpen

Im September 2022 öffnet das Königliche Museum der Schönen Künste in Antwerpen (KMSKA) nach mehr 10 Jahren der Renovierung wieder seine Türen und den Besucher kann sich von zeitgenössischer Architektur überraschen lassen, die in ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert eingefügt wurde.

René Magritte – Manets Balkon, 1950

Eine gute Gelegenheit für die Münchner Kunsthalle, die belgische Moderne von 1860 bis 1960 zu zeigen. Darunter die weltbekannten Aushängeschilder James Ensor und René Magritte. Interessant ist auch die weniger bekannte Kunstszene jener Epoche und perfekt lassen sich die Einflüsse wie Impressionismus oder die Abstraktion studieren.

Henry van de Velde – Frau am Fenster 1889

Eigentlich als Architekt bekannt, begann Henry van de Velde seine künstlerische Laufbahn mit der Malerei. Er studierte an der Akademie in Antwerpen, doch Georges Seurat und sein Pointillismus hinterliess tiefe Eindrücke, wie unschwer zu erkennen ist.

Henry van de Velde

Dieses Bild von Henry van de Velde zeigt noch die klassische Schule, nur wenige Monate davor gemalt.

Gustave an de Woestyne – Die zwei Frühlinge, 1910

Ungewöhnlich in Format, Motiv und Farbstärke zieht dieses eher kleinere Bild viele Blicke auf sich.  Gustave van de Woestyne lebte von 1900 bis 1900 in der Künstlerkolonie Sint-Martens-Latem, die sich dem einfachen Leben verschrieben hatte. Der große Kontrast zur Frau im einfachen Kleid und dahinter eine mondäne Erscheinung im Federhut.

Fernand Khnopff – in Brügge 1904

Fernand Khnopff ist Mitbegründer der symbolistischen Künstlergruppe “Les Vigt” (Die Zwanzig), die 1883 zum Zentrum der belgischen Avantgarde wird.  Wie erstarrt wirkt die spätgotischen Liebfrauenkirche mit den verschlossenen Türen und blinden Fenstern, die im Wasser steht.

James Ensor in seinem Atelier in Ostende

Rund 130 Gemälde, Grafiken und Skulpturen zeigen das Schaffen der belgischen Moderne, durch die gelungene Architektur von Martin Kinzlmaier wird der Besucher durch wechselnde Kabinette in markanten Farben immer aufs Neue angeregt. Ein wahrer Augenfänger ist der Raum von James Ensor in superkräftigen Rot.

Im Raum des James Ensor

 

Der Katalog aus dem Sandstein Verlag

 

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in den Fünf Höfen

Die Ausstellung ist bis zum 6. März 2022 zu sehen. Der informative Audioguide lässt sich vor Ort herunterladen, man benötigt eigene Kopfhörer. Der Katalog aus dem Sandstein Verlag kostet 32 €.   www.kunsthalle-muc.de