Das Münchner Lenbachhaus besitzt die weltweit größte Sammlung zur Kunst der Blauen Reiter. Diese Künstlergruppe der europäischen Avantgarde begeistert mit ihren farbenfrohen Gemälden , zeigt aber auch den frühen Weg in die Abstraktion mit den Werken von Kandinsky, der auch als Schrittmacher der Gruppe zu werten ist.

An der Mauer des Lenbachhauses

Im Dezember 1911 erklärten Wassily Kandinsky, Franz Marc und Gabriele Münter ihren Austritt aus der Neuen Künstlervereinigung München. Kurz danach wurden in der Münchner Galerie Thannhauser eigene Arbeiten sowie Bilder von August Macke, Robert Delaunay, Elisabeth Epstein, Albert Bloch, David und Wladimir Burljuk, Heinrich Campendonk, Arnold Schönberg und Henri Rousseau gezeigt.

Nachdruck Almanach

“Die Erste Ausstellung der Redaktion Der Blaue Reiter” nahm explizit Bezug auf das Vorhaben des Almanachs und etablierte das programma­tische Jahrbuch als Teil eines weltweiten, epochen- und gattungsüberschreitenden Kunstschaffens.  “Das ganze Werk, Kunst genannt, kennt keine Grenzen und Völker, sondern die Menschheit”, schrieben Kandinsky und Marc in ihrem Almanach “Der Blaue Reiter” 1912.

Reprint Der Blaue Reiter, erschienen im Piper Verlag München

Nachdruck Der blaue Reiter – links – bayrisches Spiegelbild St. Martin

Entwurf zu Komposition Nr. 4 von Kandinsky.

Die Ausstellung Gruppendynamik Der blaue Reiter ist bis zum 5. März 2022 zu sehen. Den Nachdruck des Almanachs kann man in der Museumsbuchhandlung zum Preis von 98 € erwerben. www.lehnbachhaus.de 

Gabriele Münter und Wassily Kandinsky

Ein wahres Schmankerl ist die benachbarte Ausstellung  – Unter freiem Himmel – unterwegs mit Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. In ihrer gemeinsamen Zeit von 1902 bis 1908 unternahmen die beiden zahlreiche Reisen, um neue Landschaften und spannende Architektur zu skizzieren.

Immer dabei die Kodak-Rollfilmkamera in den Händen von Gabriele Münter und geben heute einen charmanten Einblick in die Ausflüge des Künstlerpaares.  Im Jahr 1908 wurden die beiden sesshaft und wählten München zum Wohnen und Arbeiten.  Die Ausstellung ist bis 22. Januar 2022 geöffnet.

Ein Souvenir