Der Tod und die Masken sind das Aushängeschild des belgischen Künstlers James Ensor. 1897 gemalt, wurde das Bild im Jahr 1927 von der Kunsthalle Mannheim gekauft und war in den ersten Einzelausstellungen in Deutschland zu sehen. Dann 1937 von den Nazis als entartet klassifiziert und verkauft, gehört das Gemälde seit 1939  zur Sammlung des Musée des Beaux-Arts in Lüttich. Für die aktuelle Ausstellung in der Mannheimer Kunsthalle kehrt  das Kunstwerk in die alte Heimat zurück.

Der Tod und die Masken 1897

Bis 1900 auch in Belgien eher unbekannt, erfuhr die Malerei von James Ensor  eine zunehmende Wertschätzung, aber es dauerte weitere 20 Jahre bis zu den Ausstellungen in Hannover, Dresden und Mannheim.

die Intrige 1980

Der Künstler hatte seine Heimatstadt Ostende eigentlich nie verlassen und suchte dort seine Motive wie die Masken der Karnevalsfeste, städtische Straßenzüge, Stilleben mit Gemüse, Masken und Blumen.

Stilleben mit Kaffeekanne. Kohlköpfen und Maske 1921. aus dem Katalog

Früchte und Blumen 1936-1937

In vielen Exponaten dargestellt, ist seine Beschäftigung mit dem Christentum. Bestes Beispiel ist sein berühmtes Gemälde ” Der Einzug Christi in Brüssel” von 1889, in Mannheim als grandiose Studien zu sehen, wo er den Einzug Christi  am Palmsonntag verspottet. Bei der Zeichnung “Kalvarienberg” hängt der Künstler statt Christus am Kreuz, die Inschrift zeigt ENSOR statt INRI.

Der Kalvarienberg 1886

Das James Ensor -Haus in Ostende

Die Masken und Skelette haben James Ensor berühmt gemacht, in der Mannheimer Ausstellung ist diesem Thema nur ein Saal  gewidmet. Doch bei diesem Thema geht es mehr um das Herunterreißen der Masken, also harscher Kritik an der Gesellschaft mit ihrer Dekadenz und Trägheit. Kein Wunder, dass der Künstler sehr isoliert blieb, er starb 1949.

Masken aus Ensors Besitz in Ostende. Aus dem Katalog

Die Ausstellung ist bis zum 3. Oktober zu sehen, der informative Katalog kostet 29,50€ im Museumshop. www.kuma.art